Mundgeruch

Was tun gegen Mundgeruch?

Mundgeruch (Halitosis) ist der unangenehme Geruch der Ausatemluft. Etwa ein Viertel der Bevölkerung leidet darunter, häufig ohne es selbst zu bemerken. Der Geruch des eigenen Atems ist für betroffene Personen selbst nicht wahrnehmbar, weil der Geruchssinn nur auf Veränderungen in der Zusammensetzung der Geruchsstoffe anspricht. Im Umgang untereinander, also etwa im Gespräch, kann Mundgeruch ein echter Kommunikationskiller sein. Nimmt man beim Gegenüber einen üblen Halitus war, weicht man schnell zurück und ist an einer Fortsetzung des Gespräches nicht interessiert. Zumindest nicht aus der Nähe.

Wie entsteht Mundgeruch?

Chemisch erklärt ist der Mundgeruch eine Beimengung zahlreicher flüchtiger Verbindungen zur ausgeatmeten Luft. Zu den größten Stinkern zählen Subsztanzen wie Schwefelwasserstoff, Schwefelverbindungen wie Methanthiol, Stickstoffverbindungen (Amine, Diamine), Ketone wie Aceton, kurzkettige Fettsäuren und etliche weitere…

Diese Stoffe sind sämtlich Abbauprodukte organischer Substanzen, sowohl Nahrungsmittel als auch eigener Körpersäfte (Speichel) oder Körpergewebe. Der menschliche Organismus ist eine komplexe und komplizierte ‚biochemische Maschine‘.

In den meisten Fällen liegen die Ursachen für Mundgerüche im Mundraum selbst oder im Nasen-Rachenraum.

  • mangelhafte Mundhygiene
  • kariöse Zähne und Wurzelreste
  • entzündetes Zahnfleisch und Zahnfleischtaschen (Parodontitis)
  • Rückstände von Nahrungsmitteln
  • Alkoholgenuss und Rauchen
  • Infektionen des Mundraumes (Schleimhaut, Zahnfleisch)
  • … oder des Nasen- und Rachenraumes
  • Beläge des Zungenrückens
  • Pilzinfektionen

Tieferliegende Ursachen bedingt durch chronische Erkrankungen

  • Diabetes mellitus
  • Leber- und Nierenerkrankungen
  • Magen- und Darmerkrankungen (Übersäuerung)
  • Störungen der Darmflora
  • Verdauungsstörungen
  • anhaltender Hunger

Was schafft Abhilfe?

Das Überdecken schlechter Gerüche durch Dragees, Kaugummis oder Mundwässer schafft nur vorübegehend Abhilfe. Die Ursachen werden jedoch nicht beseitigt. Bei krankheitsbedingten Gerüchen müssen folglich die Grunderkrankungen therapiert werden. Im zahnmedizinischen Bereich sind folgende Maßnahmen zu ergreifen:

  • Verbesserung der Mund- und Zahnhygiene
  • Verwendung geeigneter Hilfsmittel (Zahnbürste, Zahnzwischenraumbürsten, Zahnseide, Zungenschaber)
  • Behandlung von kariösen Zähnen
  • Behandlung von Zahnfleischerkrankungen
  • professionelle Zahnreinigung (PZR)
  • Mundspülungen mit Salbeitee oder Salbeiessenzen
  • Mundspülungen mit Wasserstoffperoxidlösung*
  • häufiges Trinken**

* Wasserstoffperoxid wird in Apotheken als 3%ige Lösung verkauft. Für die Spülungen des Mundes wird diese Lösung im Verhältnis 1:10 verdünnt. Die Lösung soll nicht getrunken bzw. verschluckt werden. (Quelle: wikipedia)

** Hier wird Schwarztee empfohlen, weil der Inhaltsstoff Theaflavin das Wachstum der Plaquebakterien verhindert. (Quelle: wikipedia)