Zähneknirschen

Zähneknirschen – die Ursachen liegen im Verborgenen

Das Zähneknirschen (Bruxismus) erfolgt unbewusst, meist in der Nacht. Knirscher haben die Neigung auch tagsüber die Zähne aufeinander zu pressen. Durch diese übermäßige Belastung verschleißen die Zähne und werden beschädigt (Abplatzungen & Risse). Knirschen überlastet auch den Zahnhalteapparat, das Kiefergelenk, die Kaumuskulatur und andere Muskelgruppen. Starke Knirscher spüren die Belastung der Muskulatur am Morgen. Weitere bekannte Folgen des Zähneknirschens sind:

  • Schmerzen im Kiefer- und Kopf
  • Ohrenpfeifen (Tinnitus)
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Übelkeit

Die Ursachen des Knirschens sind häufig psychischer Natur. Wenn Sie betroffen sind, schieben Sie das Problem nicht auf die lange Bank! Wir empfehlen Ihnen dringend die Anfertigung einer Aufbißschiene. Die Aufbißschiene wird nachts getragen und unterbindet die dauerhafte Schädigung Ihrer Zähne. Die Schiene lindert jedoch nur die Folgen des Knirschens, nicht dessen Ursachen. Der nächste Schritt kann die physio- oder psychotherapeutische Behandlung sein. Wenn Sie den Ursachen auf die Spur kommen wollen, lesen Sie entsprechende Fachartikel bzw. Fachliteratur und konsultieren Sie Ihren behandelnden Arzt!

Literaturtipp:
Total zerknirscht?
Ursachen, Folgen und Therapie des Zähneknirschens
Almuth Künkel
Taschenbuch

 

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Sind oder waren Sie Knirscher? Was sind oder waren die Ursachen? Was hat Ihnen geholfen? Nutzen Sie eine Aufbißsschiene? Welche Tipps können Sie anderen Betroffenen geben?

2 Beiträge zu “Zähneknirschen
  1. Hallo Team Wowk,

    interessanter Artikel! Ich bin selbst betroffen und trage daher seit Jahren eine Schiene. Leider habe ich erst zu Nachwendezeiten die Möglichkeit gehabt, eine Schiene zu bekommen. Das Knirschen hat bei mir im Frontzahnbereich deutliche Spuren hinterlassen. Deshalb ist die Schiene heute quasi ein Segen für mich, weil die Zähne durch das ständige Knirschen sonst bald völlig ruiniert wären. Die Knirscherei ist bei mir stressbedingt. Deshalb achte ich darauf, bei Stress einen Gang runter zu schalten und mache so oft es geht Entspannungsübungen (autogenes Training).

    mfg – Michael

  2. Hallo, vielen dank für diesen Beitrag. Von Zahnärzten ließt man soetwas selten :) Also ich bin ebenfalls betroffen und leide sowohl unter Wach– als auch Schlafbruxismus.
    Tagsüber benutze ich den RelaxBogen und konnte damit wirklich gute Resultate erzielen aber leider kann ich den nachts nicht tragen. Meine Schiene habe ich schon zigfach durchgebissen. Gibt es noch eine Alternative für die Nacht neben der Schiene die wissenschaftlich fundiert ist? Herzlichen Dank

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